Kreuzallergien bei Heuschnupfen


Wenn´s plötzlich auch beim Apfel juckt
Kreuzallergien bei Heuschnupfen
Lyubov Kobyakova/Shutterstock.com

Niesattacken, Schnupfen und juckende Augen – der Frühling bringt Milliarden an Pollen und plagt Allergiker. Doch damit nicht genug: Über 50 Prozent der Betroffenen entwickeln zusätzlich noch Kreuzallergien und reagieren auf bestimmte Lebensmittel allergisch, obwohl diese mit den eigentlichen Allergenquellen, also den Pollen, nicht viel zu tun haben. Was führt zu dieser Reaktion und welche Lebensmittel sind häufig betroffen?

Allergien auch auf Lebensmittel

Allergiker antworten auf bestimmte, normalerweise harmlose Umweltstoffe mit einer überschießenden, also krankhaften Immunreaktion. Ihr Körper bekämpft diese, weil er sie als körperfremd und somit als schädlich fehlinterpretiert. Diese Umweltstoffe, auch Allergene genannt, bestehen aus Eiweißstrukturen und spielen bei Kreuzallergien die entscheidende Rolle: die Eiweißstrukturen bestimmter Lebensmittel ähneln den Allergenen der Pollen. Der Körper erkennt dann diese Lebensmittel ebenfalls als schädlich und leitet deren Abwehr ein. So kommt es, dass es nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel im Mund kribbelt und juckt oder die Schleimhaut anschwillt.

Pollenart und Zubereitung entscheidend

Je nach Pollenart gibt es unterschiedliche Lebensmittelunverträglichkeiten.

  • Birken-, Erlen- und Haselpollen: Allergie gegen Apfel, Kirsche, Kiwi, Pflaumen, Erd- und Haselnüsse, Mandeln, Karotten, Sellerie
  • Gräserpollen wie Wiesenlieschgras: Allergie gegen Getreide, Erdnüsse, Soja, Tomaten, Ananas
  • Getreidepollen: Allergie gegen Getreidemehl, Mais
  • Kräuterpollen wie Beifuß: Allergie gegen Karotten, Sellerie, Paprika, Anis, Fenchel, Gewürze wie Kümmel und Curry.

Auch bei naturbelassenem Honig raten Experten zur Vorsicht, da dieser ebenfalls Pollen in hoher Konzentration enthält. Im Zweifelsfall ist es besser naturbelassenen Honig komplett zu meiden. Möchten Betroffene auf bestimmte Lebensmittel wie Äpfel nicht verzichten, hilft es, diese vor dem Verzehr zu kochen. Hitze zerstört viele Allergene, andere Zubereitungsarten wie Schälen verringern das Allergiepotenzial zusätzlich. Neigt sich die Pollensaison dem Ende, bessert sich bei vielen Betroffenen auch die Lebensmittelallergie.

Quelle: TK-Techniker Krankenkasse und Deutsche Apotheker Zeitung

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