Reform in der Darmkrebsvorsorge


Per Einladung zum Stuhltest
Reform in der Darmkrebsvorsorge

Der gemeinsame Bundesausschuss beschloss aktuell eine Reform zur Früherkennung von Darmkrebs. Zentrale Neuerungen sind die systematische und regelmäßige Einladung zum Stuhltest und ein Anspruch für Männer bereits ab einem Alter von 50 Jahren.

Altersgrenze für Männer um 5 Jahre gesenkt

Die neue Richtlinie tritt voraussichtlich zum 01.10.2018 in Kraft und wird ab 01.07.2019 wirksam. Männer und Frauen haben zukünftig im Alter zwischen 50 und 54 Jahren einmal jährlich Anspruch auf einen Test, der verstecktes Blut im Stuhl nachweist, den sogenannten iFOB-Test. Ein auffälliges Testergebnis klärt der Arzt mit Hilfe einer Darmspiegelung (Koloskopie) ab.

Bei Männern ab 50 Jahren übernimmt die Krankenkasse zwei Darmspiegelungen im Abstand von mindestens 10 Jahren. Für Frauen liegt die Altersgrenze bei 55 Jahren. Sofern noch keine Koloskopie zur Früherkennung stattgefunden hat, haben Frauen und Männer ab dem 55. Lebensjahr alle zwei Jahre Anspruch auf einen iFOB-Test.

Nicht aufgenommen in die neue Richtlinie wurde die Beachtung des familiären Risikos für Darmkrebs, wie von den Patientenvertretern im Bundesausschuss gefordert. Ihre Forderung nach einer Alterssenkung bei der Koloskopie für Männer auf 45 Jahre und für Frauen auf 50 Jahre wurde ebenfalls abgelehnt.

Systematische Einladung zur Früherkennung

Laut dem Vorsitzenden des gemeinsamen Bundesausschusses Josef Hecken nutzen momentan nur 12 bis 15 Prozent der berechtigten Personen die Möglichkeit zur Darmkrebsfrüherkennung. In der Richtlinie ist deshalb ein systematisch organisiertes Einladungsverfahren verankert: Jeder Anspruchsberechtigte wird regelmäßig zur Stuhluntersuchung eingeladen. Hecken rechnet dadurch mit einem deutlichen Anstieg der Inanspruchnahme und stützt sich auf Erfahrungen aus einem Modellprojekt, bei dem im Saarland fast jeder dritte Berechtigte die Vorsorge nutzte.

Quelle: Ärztezeitung

Weitere Informationen zum Thema Darmkrebs und zu neuen Testverfahren erhalten Sie auf den Seiten der Felix Burda Stiftung.

News

Unterleibsschmerzen bei Frauen
Unterleibsschmerzen bei Frauen

Viele Ursachen behandelbar

Viele Frauen leiden regelmäßig an Schmerzen im Unterleib – zum Beispiel in Zusammenhang mit der Menstruation. Viele Frauen akzeptieren die Beschwerden, weil sie glauben, dass sich dagegen nichts tun lässt. Doch viele Ursachen sind gut behandelbar.   mehr

Alte Menschen oft falsch therapiert
Alte Menschen oft falsch therapiert

Zu wenig oder zu viele Medikamente

Eine aktuelle Gesundheitsstudie zeichnet ein alarmierendes Bild: Viele ältere Menschen in Deutschland erhalten Medikamente, die ihnen eher schaden als nutzen könnten – gleichzeitig bleibt eine notwendige Behandlung bei schweren Erkrankungen oft aus.   mehr

Übungen gegen chronische Schmerzen
Übungen gegen chronische Schmerzen

Achtsamkeit und Atmen

Viele Betroffene wissen: Chronische Schmerzen lassen sich selbst mit Medikamenten nicht immer vollständig kontrollieren. In solchen Situationen können Atemtechniken, Entspannungsverfahren und Achtsamkeitsübungen helfen, besser mit den Beschwerden umzugehen.   mehr

Wie Medikamente den Geschmack verändern
Wie Medikamente den Geschmack verändern

Von bitter bis metallisch

Ein funktionierender Geschmacksinn ist für viele Menschen ein entscheidendes Stück Lebensqualität. Schließlich ist Essen und Trinken nicht nur überlebensnotwendig, sondern auch eine Genussfrage. Was aber tun, wenn Medikamente das Geschmacksempfinden stören?   mehr

Kind nicht im Auto vergessen!
Kind nicht im Auto vergessen!

Vorsicht Hitzetod

Auch wenn es schnell gehen muss: Bei sommerlichen Temperaturen sollten Eltern ihre Kinder nicht im Auto warten lassen. Denn im Wageninneren steigen die Temperaturen oft schon nach 30 Minuten auf bis zu 40 Grad – und bringen gerade kleine Kinder in Lebensgefahr.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Juni

Sicher feiern mit Diabetes

Sicher feiern mit Diabetes

Ob Badesee oder Festival

Grillpartys, Musikfestivals oder entspannte Nachmittage am Badesee gehören für viele Menschen zu den ... Zum Ratgeber
Rats-Apotheke
Inhaber Frank Stiewert
Telefon 03583/68 10 36
E-Mail info@rats-apotheke-zittau.de