Zika-Virus gefährdet Schwangere


Reisen nach Lateinamerika?
Zika-Virus gefährdet Schwangere

Im Winter locken ferne Urlaubsziele. Reisen nach Lateinamerika sind für Schwangere jedoch derzeit nicht empfehlenswert. Infizieren sich die werdenden Mütter dort mit dem Zika-Virus, drohen ihrem Kind ernsthafte Schäden des Zentralnervensystems.

Über 11.000 Schwangere infizierten sich in Brasilien seit Oktober 2015 mit dem Zika-Virus, wie das dortige Gesundheitsministerium berichtet. Gleichzeitig stieg die Zahl der Neugeborenen mit Gehirnfehlbildungen sprunghaft an. Die meisten der erkrankten Säuglinge kamen mit zu kleinem Kopf, sprich mit geringem Gehirnvolumen zur Welt. Eine solche Mikrozephalie bringt geistige Behinderungen und neurologische Störungen mit sich. Experten vermuten einen Zusammenhang zwischen den Zika-Virus-Infektionen und den Mikrozephalie-Fällen.

Ausbruchsgebiete möglichst meiden

Das Auswärtige Amt und die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) haben noch keine pauschale Reisewarnung ausgesprochen. Schwangeren raten sie jedoch, Reisen in die betroffenen Gebiete „möglichst zu vermeiden.“ Aktuell gefährdete Gebiete finden sich auf der Webseite der Pan American Health Organization. Auf der aktuellen Liste stehen unter anderem Mexico, Jamaica, Guatemala, Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Venezuela, Ecuador und die Dominikanische Republik.

Wie sich Reisende in Lateinamerika vor dem Zika-Virus schützen

Schwangere, die bereits ein Ticket in die Ausbruchsgebiete gebucht haben, sprechen vor der Reise unbedingt mit ihrem behandelten Frauenarzt oder einem Tropenmediziner. Vor Ort gibt es nur eine Vorsichtmaßnahme: Insektenschutz. Denn das Virus überträgt sich durch den Stich der asiatischen Tigermücke. Das bedeutet: Insektensprays, Moskitonetze und helle, lange Bekleidung. Stehende Gewässer sowie Flussregionen sind vor allem in den Abendstunden zu meiden. Heimkehrerinnen aus den gefährdeten Gebieten ziehen Ihren Gynäkologen zu Rate. „Eine Zika-Virus Diagnostik kann beispielsweise über das Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg veranlasst werden“, informiert Prof. Geipel von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG). Eine wirksame Therapie gegen den Zika-Virus existiert allerdings noch nicht.

In Deutschland sind Schwangere nicht gefährdet

In Deutschland stellt das Zika-Virus keine Gefahr für Schwangere dar. „Eine Verbreitung des Virus durch eingeschleppte Fälle ist nicht wahrscheinlich“, betont Prof. Geipel. Die Überträgermücke komme in Deutschland praktisch nicht vor und eine Ansteckung von Mensch zu Mensch sei nicht beschrieben, so die Expertin.

Auswärtiges Amt

Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin

News

Zum Check-up in die Röhre?
Zum Check-up in die Röhre?

Sinn und Unsinn von Ganzkörper-MRTs

Privatkliniken und Diagnostikzentren werben vermehrt mit MRTs für den gesamten Körper. Auf diese Weise sollen Erkrankungen früh entdeckt werden. Klingt verheißungsvoll, doch funktioniert das auch?    mehr

Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?
Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?

Gegen die Sucht

E-Zigaretten mit Nikotin unterstützen einen Rauchstopp offenbar etwas besser als Nikotinpflaster oder -kaugummis. Doch die Mehrheit schafft den Ausstieg auch damit nicht. Und ob E-Zigaretten langfristig beim Aufhören helfen, ist noch offen.   mehr

Warnung vor Tiefkühlbeeren
Warnung vor Tiefkühlbeeren

Keime überleben die Kälte

Tiefkühlbeeren sind lecker und schnell serviert. Doch wer sie direkt aus dem Gefrierfach in Smoothies, Desserts oder andere Speisen gibt, geht ein gesundheitliches Risiko ein: Krankheitserreger können die Kälte überstehen.   mehr

Nitrospray richtig anwenden
Nitrospray richtig anwenden

Bei Brustenge und Herzschmerzen

Wer unter Angina-pectoris-Anfällen leidet, hat meist ein Notfallmedikament als Spray oder Kapsel dabei. Das darin enthaltene Nitrat hilft schnell gegen Brustenge und Herzschmerz. Voraussetzung ist allerdings, dass man es richtig anwendet.   mehr

Dem Testosteron-Abfall entgegen wirken

Mann fährt mit Hund an der Leine auf einem Fahrrad einen See entlang.

Bewegung und Alkoholverzicht

Wechseljahre wie die Frauen haben Männer nicht. Ihr Hormonspiegel sinkt nicht abrupt, sondern nur langsam. Trotzdem leiden viele unter Beschwerden. Und einige wenige benötigen sogar eine Testosteronsubstitution.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im September

Darmbakterien als Gesundheitshelfer

Darmbakterien als Gesundheitshelfer

Probiotika im Einsatz

Ob für eine gesunde Verdauung, zur Unterstützung des Immunsystems oder als Begleiter beim Abnehmen: ... Zum Ratgeber
Rats-Apotheke
Inhaber Frank Stiewert
Telefon 03583/68 10 36
E-Mail info@rats-apotheke-zittau.de